Systemische Traumatherapie
Um Warte- und Leidenszeiten zu verkürzen muss Traumatherapie für die Betroffenen verfügbar und bezahlbar sein. Deshalb muss eine Forderung an "gute" Therapie sein, dass sie zügig vorangeht.
Gerade für Selbstzahler ist es wesentlich, dass eine Behandlungsmethode nicht nur effektiv (also zum gewünschten Ergebnis führt), sondern auch effizient ist, also innerhalb eines vertretbaren und kalkulierbaren zeitlichen und finanziellen Rahmens zu diesem gewünschten Ergebnis führt.
Meine Methode der systemisch-lösungsorientierten Traumatherapie ist auf die Zukunft ausgerichtet. Im Rahmen der Therapie wird daran gearbeitet, wie es gelingen kann, in Zukunft ein "besseres" Leben zu führen. Dabei definiert ausschließlich der / die Betroffene selbst, was unter "besser" zu verstehen ist. Bei aller notwendigen Würdigung des Leides aus der Vergangenheit ist der Blick immer auf die Gestaltung einer erwünschten Zukunft gerichtet. Ein Aufarbeiten der traumatischen Ereignisse aus der Vergangenheit kann dafür manchmal nützlich sein, ist aber kein "Muss".
Wann ist systemische Traumatherapie hilfreich?
Systemisch-lösungsorientierte Traumatherapie führt in den allermeisten Fällen von Akuttrauma und Mono-Trauma (Typ I Trauma) sowie bei erinnerungsfähigen, einzeln voneinander abgegrenzten, multiplen oder sequenziellen Traumata (Typ II A Trauma) zu einer Auflösung der spezifischen Störungs-Symptomatik, mindestens aber zu einer erheblichen Entlastung.
Selbst bei sequenziell komplexen, sehr frühen, nicht erinnerungsfähigen Traumata (Typ II B Trauma) wie frühkindliche Vernachlässigung oder physische, psychische oder sexuelle Gewalt ab dem frühen Kindesalter kann dieser Behandlungsansatz zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität führen.
Für Betroffene mit selbstverletzendem, (para-) suizidalem oder essgestörtem Verhalten und für die Opfer organisierter Gewalt empfehle ich eine stationäre Behandlung in einer darauf spezialisierten Klinik.
Häufige Fragen (FAQ) zur systemischen Traumatherapie
Was ist das Besondere an einer systemischen Traumatherapie?
Die systemische Traumatherapie verbindet die klassische Traumatherapie mit dem systemischen Ansatz. Das bedeutet: Wir betrachten ein Trauma nicht als isoliertes Problem einer einzelnen Person, sondern beziehen Ihre Beziehungen, Ihre Familie und Ihr aktuelles Lebensumfeld (das "System") aktiv in den Heilungsprozess ein. Traumata hinterlassen oft tiefe Spuren in der Art und Weise, wie wir mit anderen Menschen interagieren. Dieser Ansatz hilft dabei, blockierende Beziehungsmuster zu erkennen, Ressourcen im eigenen Umfeld zu aktivieren und emotionale Belastungen nachhaltig zu lösen.
Wie unterscheidet sich dieser Ansatz von klassischen Traumatherapien?
Viele klassische Verfahren konzentrieren sich stark auf das wiederholte, detaillierte Durchsprechen des traumatischen Ereignisses. Die Systemische Traumatherapie arbeitet dagegen stark ressourcen-, lösungs- und zukunftsorientiert. Statt der reinen Vergangenheitsanalyse legen wir den Fokus darauf, was Sie im Hier und Jetzt stärkt. Zudem integrieren wir moderne Methoden wie die körperorientierte neuronale Selbstregulation und die Arbeit mit inneren Persönlichkeitsanteilen, um die im Nervensystem blockierte Energie sanft und ohne Retraumatisierung zu lösen.
Welche Methoden kommen bei der systemischen Traumatherapie zum Einsatz?
In meiner Praxis in Nürnberg oder auch Online kombiniere ich verschiedene, wissenschaftlich fundierte Ansätze. Dazu gehören Methoden zur neuronalen Verarbeitung von Belastungen, die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen sowie Methoden zur körperorientierten Regulation. Dieser ganzheitliche Mix ermöglicht es uns, genau die Werkzeuge zu nutzen, die am besten zu Ihrem Nervensystem und Ihrer individuellen Lebenssituation passen.
Wie viele Sitzungen sind bei einer Systemischen Traumatherapie notwendig?
Da ich konsequent lösungsorientiert und kurzzeittherapeutisch arbeite, ist die therapeutische Begleitung oft deutlich kürzer als bei klassischen Langzeittherapien. Manchmal reichen bereits wenige, gezielte Sitzungen aus, um akute Belastungen spürbar zu lindern und das Nervensystem zu stabilisieren. Die genaue Dauer der Begleitung orientiert sich dabei flexibel an Ihren individuellen Zielen, Ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit und Ihren persönlichen Bedürfnissen.
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